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FC Viktoria Heiden
vs.
SV Borussia Emsdetten
24. September 2017 15:00 Uhr · Heiden · SZ Heiden

Vereinsgeschichte

Im Jahr 1930 - das Dorf Emsdetten litt unter der wirtschaftlichen Depression.

Der graue Alltag war für viele nur durch die Begeisterung für den Sport zu erhellen. In den Stadtteilen gab es zahlreiche fußballbegeisterte Jugendliche, die den Wunsch nach einem eigenen Sportverein hatten.
Am 26. Februar 1930 - vor 87 Jahren - wurde der Traum Wirklichkeit.

50 Erwachsene und Jugendliche trafen sich in der Gaststätte Rasing und gründeten den SV BORUSSIA EMSDETTEN.

Der Kreis der fußballgeisterten Senioren und Junioren wurde sehr schnell größer.

1931/32 wurde auf einem Grundstück des Bauern Prenger-Berninghoff gespielt. Später erfolgte dann die Umsiedlung zum Sportplatz "Teekotten", heute "Walter-Steinkühler-Stadion".

Aus dem damaligen Spielfeld ist durch mehrfachen Ausbau das heutige Sportgelände entstanden.
Inzwischen hat der Sprotverein zeitgemäße Trainingsbedingungen, bestehend aus drei Rasenplätzen und zusätzlichen Rasenflächen, Flutlichtanlagen, verschiedenen Umkleidekabinen, ein schönes Vereinsheim und eine Tribüne am Hauptplatz.

Schon die Gründer wussten, dass eine gute Jugendarbeit das Fundament für eine erfolgreiche sportliche Zukunft ist.

Jugendarbeit hat daher nach wie vor einen großen Stellenwert im Sportverein BORUSSIA EMSDETTEN.

Seit dem Jahr 1984/1985 gibt es bei Borussia auch eine eigene Mädchen- und Frauenfußballabteilung. Nach inzwischen 32 Jahren sind bei uns drei Seniorinnen-Mannschaften, eine Ü30-Seniorinnen-Hobbymannschaft  und 5 Mädchenmannschaften von der F- bis zur B-Jugend aktiv.

Auch außerhalb des Fußballplatzes sind die Borussen äußerst rege: Senioren, Jugend und Frauen-Mannschaften veranstalten in den Wintermonaten ihre eigenen Hallenturniere, im Sommer findet die Kleinfeldturnierwoche sowie das Mädchen-und Frauenturnierwochenende statt.

Fester Bestandteil im Vereinsleben sind unter anderem Weihnachtsfeiern, das "Eier-Essen", Sommerfeste, die Grillparty und der Borussen-Karneval.

Zudem unternehmen die Borussen Fahrten zu Bundesligaspielen, Jugendherbergen und Freizeitparks. In der Regel veranstaltet jede Mannschaft auch ihre eigene Saisonabschlußfahrt.

Heute zählt der Verein gut 1000 Mitglieder, davon fast 400 Aktive und derzeit 16 Schiedsrichter.

Vereinschronik:

Hier sollen und werden die Erinnerungen (auch die eigenen) an das Wohl und Wehe des Lieblingsvereins aufgefrischt, der Weg der Vorväter von einem kleinen Club zu einem der tradionsreichsten Vereine im Münsterland, beschrieben werden.

Wir beginnen mit dem Jahr 1980, dem 50-jährigen Jubiläum von SV Borussia Emsdetten 1930 e.V.:

1980:

Groß wurde das 50-jährige Jubiläum unseres Vereins 1980 gefeiert, der knapp verpasste Aufstieg in die Landesliga war schnell vergessen, mit viel Optimismus schauten die Verantwortlichen und Spieler in die Zukunft. Und dieser Optimismus war durchaus berechtigt. Zwar gab es selbstverständlich immer wieder den ein oder anderen Rückschlag, doch die sportliche Entwicklung ging im Prinzip immer weiter nach oben. Als Bezirksligist feierte unsere erste Mannschaft das Jubiläum, die Reserve spielte in der Kreisliga A, die dritte Mannschaft in der Kreisliga C. Heute, bei der Veröffentlichung dieser Rubrik, spielt die erste Mannschaft in der Westfalenliga, die zweite Mannschaft in der Bezirksliga, die dritte Mannschaft spielt in der Kreisliga B um den Aufstieg in Kreisliga A, die vierte Mannschaft gehört zum Mittelfeld in Kreisliga B, sogar eine fünfte Mannschaft spielt heute in der ersten Saison (2008/2009) um Punkte (allerdings führen sie die Tabelle nur von unten an).

Einen besonderen Aufschwung nahm aber die Jugendarbeit, über Jahrzehnte waren von der C- bis zur A-Jugend alle ersten Mannschaften zum Teil auf höchster Ebene überkreislich vertreten.

Höhepunkte der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen war das Spiel einer Emsdettener Stadtauswahl gegen den damaligen Bundesligisten und DFB-Pokalsieger Fortuna Düsseldorf, das knapp mit 2:4 verloren wurde. Dabei traten die Fortunen von Trainer Otto Rehhagel vor 3.000 Zuschauern in Bestbesetzung an, nur ihr Star Klaus Allofs musste verletzungsbdeingt absagen.

Kader Fortuna Düsseldorf: Jörg Daniel, Volker Diergardt, Horst Dreher, Heiner Baltes, Günther Bansemer, Dieter Brei, Ignazio Fornarelli, Egon Köhnen, Günter Kuczinski, Peter Löhr, Amand Theis, Heinz Wirtz, Gerd Zewe, Rudolf Bommer, Ralf Dusend, Hubert Schmitz, Josef Weikl, Klaus Allofs, Thomas Allofs, Wolfgang Seel, Günter Thiele, Rüdiger Wenzel; Trainer: Otto Rehhagel, Heinz Höher

Saison 1980/1981:

Bis zum 12. Oktober blieb unsere erste Mannschaft unter Spielertrainer Claus Buck ungeschlagen, wieder wurden Träume vom Aufstieg in die Landesliga geweckt. Doch dann setzte es beim 0:1 im Spitzenspiel bei Germania Hauenhorst die erste Niederlage. Gut einen Monat lang konnte dennoch die Tabellenführung verteidigt werden, erst mit dem 0:2 bei den Amateuren von Preußen Münster, der zweiten Saisonniederlage am 16. November, fiel unsere 1. Mannschaft hinter Germania Hauenhorst auf den zweiten Rang zurück. Vier Tage später folgte mit dem 0:1 gegen SG Telgte die erste Heimpleite - schon war das Team ins Mittelfeld zurückgefallen. Eine weitere 0:1 Niederlage - beim 1.FC Gievenbeck - ließ unser Team schließlich zum Rückrundenschluß auf den siebten Platz abrutschen.

Begeisterung aber herrschte in der Jugendabteilung, die auf Ihr erfolgreichstes Jahr der Vereinsgeschichte zurückblickte. Nicht nur stellte unser Verein die erfolgreichste Jugendabteilung des gesamten Kreises, besonders stolz war er auch auf fünf Westfalenauswahlspieler in seinen Reihen: Den A-Jugendlichen Franz-Josef Schmedding, den B-Jugendlichen Siegfried Holz, den C-Jugendlichen Thomas Gebauer sowie den beiden D-Jugendlichen Wido Roters und Wolfgang Nöring. Die A-Jugend und C-Jugend spielten in der Bezirksliga, die B-Jugend war in der Landesliga aktiv, auf Kreisebene spielten fast alle Teams in den Spitzengruppen ihrer Ligen.

Schon am 10. Januar begann 1981 die Rückrunde und für unsere erste Mannschaft endete eine lange Durststrecke: 458 Minuten war es her, dass Klaus Kilka beim 1:1 in Lengerich das letzte Tor für unser Team erzielt hatte, da leitete sein Zwillingsbruder Peter mit dem 1:0 den 2:1-Sieg in Wettringen ein. Ein stetiger Aufwärtstrend aber konnte mit diesem Sieg nicht eingeleitet werden, in den folgenden Partien der Rückrunde ging es auf und ab. Nach einer 0:1 Niederlage beim Tabellenletzten ESV Münster war schließlich am 20. Spieltag der Anschluss an die Spitze verloren gegangen. Kurioser Höhepunkt dieser Rückrunde war das Heimspiel gegen Germania Hauénhorst. "Vom Winde verweht" hätte der Titel dieser Partie lauten können. Woran sich vor allem der damalige Keeper Thomas Jürgens erinnern wird: Der 25-Meter-Schuss von Düthmann zum 2:2 wäre nämlich seine sichere Beute geworden, wenn eine der zahlreichen Sturmböen dem Ball direkt vor dem Tor nicht eine andere Richtung gegeben hätte.

Und während das Interesse an der ersten Mannschaft mehr und mehr nachließ, die Meisterschaft war ohnehin längst nicht mehr zu erreichen, sorgte die B-Jugend für einen Paukenschlag: Am 3. Mai schlug sie die Spielvereinigung Minden durch zwei Treffer von Andreas Hemsing mit 2:0 und machte damit den Aufstieg in die höchste Spielklasse, die Westfalenliga (heutige Bundesliga), perfekt. Drei Tage später der nächste Erfolg für die Jugendabteilung: Die D1-Jugend wurde nach einem 4:0-Sieg über SV Burgsteinfurt durch Tore von Michael Overbeck(2) und Hermann-Josef Diekhues(2) Kreismeister.

Die erste Mannschaft aber verabschiedete sich mit einer 1:2 Niederlage gegen den 1.FC Gievenbeck als Tabellensechster aus der Saison, 13 Punkte hinter Meister SG Telgte. Einen achtbaren zehnten Platz belegte die Reserve in der Abschlusstabelle der Kreisliga A.

Der Name Borussia spielte aber auch nach Abschluß der Saison noch eine Rolle: Aus dem 17-jährigen Emsdettener Borussen Franz-Josef Schmedding nämlich wurde ein Dortmunder Borusse.

Saison 1981/1982:


Spielertrainer Claus Buck verabschiedete sich nach der Saison 1980/1981 von unserer ersten Mannschaft, und vor allem die jugendlichen Fans wussten gleich, wohin die Reise unter seinem Nachfolger gehen würde: "Eiti" führt uns in die Landesliga", hieß es auf einem Transparent, das beim ersten Heimspiel in der Meisterschaft entrollt wurde. Auch die 4:5-Niederlage gegen Preußen Borghorst bei der Grillparty hatte den Optimismus nicht dämpfen können, schließlich hatte unser Team einen zwischenzeitlich 0:4-Rückstand vorübergehend ausgeglichen.

Herbert Eiteljörge (Bild rechts) war da bescheidener als die jungen Fans: Mit einem remis wäre er im ersten Saisonspiel beim SC Nordwalde durchaus zufrieden gewesen. Wieder aber geriet die Elf 0:2 in Rückstand, erneut startete sie eine tolle Aufholjagd: "Fiete" Schmidt, Josef Hövels und Karl Abelmann sorgten noch für einen 3:2-Sieg. Horst Siemon und Christian Baans ließen durch ihre Treffer einen 2:0-Sieg gegen SW Esch folgen, die jugendlichen Fans fühlten sich bestätigt. Und der Borussenexpress rollte weiter: Nach einem 2:1-Sieg gegen Preußen Lengerich durch Tore von Josef Göers und Horst Siemon übernahm unser Team erstmals die Tabellenspitze. Zwölf Spiele in Serie blieb die erste Mannschaft ungeschlagen, beim 3:3 gegen die Sportfreunde Lotte wurde am 29. November ausgerechnet am 13. Spieltag der erste Punkt abgegeben. Auch in Mesum folgte beim 0:0 nur ein Unentschieden, dennoch war die Herbstmeisterschaft perfekt, wurde zum Abschluss durch einen 2:1-Sieg gegen Preußen Münster 2 untermauert.
Im Hintergrund wurden derweil grundlegende Weichenstellungen für die Zukunft vorgenommen. Während der Jahreshauptversammlung am Buß- und Bettag trat Ewald Krake nach 24 Jahren als Jugendobmann zurück. Nachfolger wurde sein Sohn Erich. Der 1. Vorsitzende Franz Overbeck und Geschäftsführer Ludwig Wegmann, der diesen Posten bereits seit 1959 bekleidete, kündigten an, nur noch ein Jahr für diese Position zur Verfügung zu stehen.

Die Jugendabteilung hatte im Winter 1981/1982 sogar einen Nationalspieler, in ihren Reihen: Ralf Heskamp (heute Geschäftsführer VFL Osnabrück), zu Saisonbeginn von Eintracht Rheine zum Teekotten gekommen, erhielt eine Einladung zum Lehrgang der B-Jugend-Nationalmannschaft.

Die Fans fieberten unterdessen dem Ende der kurzen Winterpause entgegen, und ab dem 17. Januar setzte die erste Mannschaft mit einem 1:0-Sieg gegen den SC Nordwalde ihren Meisterschaftskurs fort. Horst Siemon erzielte dabei schon seinen 16. Saisontreffer. Im Nachholspiel bei Preußen Lengerich am 21. Februar dann der erste herbe Rückschlag: Verfolger Preußen setzte sich glatt mit 3:0 durch, brachte unserem Team im 20. Saisonspiel die erste Niederlage bei und verkürzte den Rückstand auf drei Punkte. Doch die Mannschaft ließ sich nicht mehr von ihrem Weg abbringen. Nach einem 5:0 über Eintracht Mettingen am 25. Spieltag titelte die "Emsdettener Volkszeitung": Team mit einem Bein in der Landesliga" - nur vier Wochen später sollten es zwie Beine sein. Ein Punkt hätte im vorletzten Saisonspiel gegen den SV Mesum gereicht, doch 1500!!! Zuschauer durften einen Kantersieg feiern. Horst Siemon erzielte das 1:0 (19.), Johnny Geisemann das 2:0 (21.), Karl Abelmann das 3:0 (32.), Johnny Geisemann das 4:0 (54.), Josef Göers das 5:0 (60.). Die Landesliga war erreicht, unser Team feierte schon auf dem Spielfeld, und so konnte Mesum noch zum 5:3-Endstand verkürzen. Mit einem 3:1-Sieg bei Preußen Münster 2 verabschiedete sich die Mannschaft schließlich aus der Bezirksliga, Klaus Kilka war es, der das letzte Bezirksliga-Tor für unser Team erzielte. 51:9 Punkte und 75:37 Tore standen in der Abschlusstabelle auf dem Borussenkonto.

Der Meisterschaftskader beim Aufstieg in die Landesliga 1981/1982:
Thomas Jürgens, Werner Hinrichs, Hermann Röhring, Josef Göers, Reinhard Abelmann, Karl-Heinz Gehring, Josef Hövels, Günter Giehler, Manfred Kleve, Horst Siemon, Karl Abelmann, Thomas Krake, Klaus Kilka, Reinfried Schmidt, Martin Leugers, Johannes Geisemann, Peter Kilka, Trainer Herbert Eiteljörge, Masseur Toni Koob, Obmann Willi Kleve, Linienrichter Bernhard Kamp

Doch nicht nur die erste Mannschaft durfte sich über eine tolle Saison freuen. Die A-Jugend erreichte einen sicheren Platz in der Bezirksliga, die B-Jugend hielt die Westfalenliga (heutige Bundesliga), die Reserve sicherte sich am letzten Spieltag durch Tore von Herbert Alaze, Peter Kilka und Christian Baans einen 3:0-Sieg bei Germania Hauenhorst und damit den Verbleib in der Kreisliga A, die dritte Mannschaft beendete die Saison in der Kreisliga C, Gruppe A auf dem fünften Platz

Saison 1982/1983:


Mit einem neuen, alten Vorsitzenden ging es in der Landesliga los: Franz Overbeck erklärte sich während der Jahreshauptversammlung bereit, den Verein ein weiteres Jahr zu führen. Dagegen machte Ludwig Wegmann seinen Rücktritt als Geschäftsführer wahr, Eduard Bertels wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Sportlich ,achte unsere Elf durch einen 1:0-Sieg gegen den SV Mesum während der Grillparty Appetit auf die erste Saison in der neuen Umgebung. Und überzeugte in der Meisterschaft gleich zu Beginn: Andreas Hemsing und Günther Gieler erzielten die Treffer beim 2:2 in Herten. Dass nicht zwei Punkte mit nach Emsdetten genommen wurden, lag am Schiedsrichter: Josef Hövels hatte ein "Wembley-Tor" erzielt, diesmal war der Ball hinter der Linie - doch seit 1966 erkennt kein Schiri so einen Treffer mehr an.....
Die Landesliga-Heimpremiere schien in die Hose zu gehen: Mit 0:3 lag unser Team gegen SuS Stadtlohn bereits zurück, ehe Manfred Peters (81. und 83.) sowie Harry Winter noch einen weiteren Punkt retteten. Ein 0:1 bei der TSG Dülmen bedeutete anschließend die erste Landesliga-Niederlage, das folgende 4:2 gegen SG Telgte war der erste Sieg in der neuen Umgebung. Fortan spielte die Mannschaft in der Verfolgergruppe mit, spätestens nach dem 9:1-Erfolg gegen die Spielvereinigung Erkenschwick 2 am 14. November hatte sie sich in der Liga akklimatisiert. Am letzten Spieltag der Hinrunde gastierte Blau-Weiß Wulfen am Teekotten, kassierte durch Tore von Harry Winter und Sami Ellaham eine 0:2-Pleite - damit war unser Team seit eineinhalb Jahren auf eigenem Platz ungeschlagen. Platz fünf nach einem halben Jahr Landesliga, das konnte sich sehen lassen.
Noch mehr sehen lassen konnte sich in dieser Spielzeit die Leistung der dritten Mannschaft, sie wurde Herbstmeister in der Kreisliga C, Gruppe A.

Ein 1:2 gegen die Spielvereinigung Herten bedeutete dann Ende Januar das Ende der tollen Heimserie, wie es überhaupt in der RÜckrunde nicht mehr ganz nach Wunsch für unser Landesliga-Team lief. Zwar spielte sich die Elf zunächst noch auf den dritten Platz, schlug unter anderem den späteren Meister, die Spielvereinigung Marl, durch Tore von Sami Ellaham und Johnny Geisemann mit 2:0, doch am Ende gab es, auch wegen einiger verletzungsbedingter Ausfälle, die ein oder andere unerwartete Niederlage, so dass der Name Borussia Emsdetten nur auf dem vierten Platz der Abschlusstabelle notiert wurde. Aber was heißt schon "nur"? Platz vier im ersten Landesliga-Jahr - damit hatten selbst die größten Optimisten nicht gerechnet.

Platz eins hieß es dagegen auch am Saisonende für die dritte Mannschaft, durch einen 3:0-Erfolg gegen Eintracht Rodde machte sie am vorletzten Spieltag den Aufstieg in die Kreisliga B perfekt.
Schon zwei Spieltage vor Saisonschluß stand die C1-Jugend als Meister der Bezirksliga fest, nach einem 3:0-Sieg bei der Spielvereinigung Vreden. Die B-Jugend musste sich dagegen nach zwei Jahren Westfalenliga (heutige Bundesliga) verabschieden. Als "Graue Maus" präsentierte sich die Reserve - sie beendete die Saison auf dem achten Rang.

Saison 1983/1984:


Borussia Emsdetten gegen Emsdetten 05 - dieses Derby elektrisiert die Fans. So war es auch zu Beginn der Saison 1983/84, als die 05er zum Saisonauftakt während der Grillparty am Teekotten gastierten und sich im Pokalspiel mit 2:0 durchsetzten. Und auch zu Beginn der Meisterschaft wurde schnell deutlich, dass es schwer würde, den vierten Platz aus dem Vorjahr zu wiederholen: Ohne die verletzten Fiete Schmidt, Reinhard Abelmann, Sami Ellaham und Reinhard Kloppenborg kassierte das Team eine 0:1-Niederlage bei der Spielvereinigung Herten. Ein völlig unnötiges 3:3 gegen Eintracht Ahaus folgte, ein 0:0 in Meckinghoven, erst am vierten Spieltag gelang durch ein Tor von Thomas Krake der erste Saisonsieg ausgerechnet gegen Spitzenreiter FC Rhade. Ein Befreiungsschlag war das jedoch nicht. Das team hielt sich nur knapp über den Abstiegsplätzen, verhinderte den Sturz dorthin am 9. Spieltag durch einen 5:1-Sieg beim Verbandsliga-Absteiger VFB Alstätte. Doch auch dieser Sieg blieb eine Eintagsfliege, nach der Hinrunde stand unsere Elf mit 21:28 Toren und 11:19 Punkten auf dem fünftletzten Platz.

Noch böser sah es für die anderen beiden Seniorenteams aus: Beide rangierten in ihren Ligen auf dem vorletzten Rang....

Ein 5:0-Sieg gegen die Spielvereinigung Herten durch Tore von Klaus Kilka(2), Reinhard Kloppenborg(2) und Andreas Hemsing machte zu Rückrundenbeginn Hoffnung, dass sich die Erste schnell würde aus dem Schlamassel befreien könnten. Dann sicherte Horst Siemon durch einen Hattrick gar ein 3:1 in Rhade - alles schien nach Plan zu laufen. Doch die folgenden zwei Niederlagen machten schnell klar: Es würde bis zum Schluss eng bleiben. Zumal die Konkurrenz am Tabellenende fleißig punktete. Und so kam es am vorletzten Spieltag zum "Showdown": Durch einen Sieg konnte unser Team GW Gelmer zum Abstieg verurteilen und selber die Klasse sichern. Reinhard Kloppenborg erzielte in der 50. Minute in Gelmer das 1:0, viel Trubel dann beim 2:0 in der 70. Minute: Der an Johnny Geisemann verwirkte Foulelfmeter war mehr als fraglich, Gelmer protestierte heftig, Stetskamp wurde zunächst zu einer Zeitstrafe verdonnert, sah dann den roten Karton. Horst Siemon zeigte sich unbeeindruckt, verwandelte zum 2:0, Andreas Hemsing machte mit dem 3:0 (76.) alles klar. Eiduzzis konnte zwar noch einmal verkürzen (81.), doch Horst Siemon nutzte einen weiteren Elfmeter (diesmal berechtigt!) zum 4:1 (86.), ehe Strotmann den 2:4-Endstand erzielte. Das Heimspiel zum Saisonabschluss brachte danach noch einmal einen echten Höhepunkt: Der VFB Hüls bot im Tor Ex-Nationalspieler Norbert Nigbur (Bild rechts) auf. Reinhard Abelmann konnte ihn zwar bezwingen, doch am Ende siegte Hüls mit 2:1. Platz 12 stand zu Buche, dazu 25:25 Punkte und 43:52 Tore.

Auch die Reserve rettete sich in fast letzter Sekunde, ein 5:3-Sieg gegen SuS Neuenkirchen durch Tore von Stefan Kammering, Christian Baans, Frank Peters, Manfred Grotke und Siegfried Holz beseitigte am letzten Spieltag die letzten Zweifel am Klassenerhalt.
Nur die dritte Mannschaft schaffte es nicht, sie musste nach nur einem Jahr wieder zurück in die Kreisliga C.

Im Anschluss an die Saison gab es dann den lange angekündigten Wechsel an der Spitze des Vereins. Antonius Stolze wurde zum Nachfolger des 1. Vorsitzenden Franz Overbeck gewählt.

Saison 1984/1985:

Die letzte Saison von Trainer Herbert Eiteljörge sollte die bis dahin erfolgreichste in der Geschichte des Vereins werden: Mit 39:21 Punkten und 58:40 Toren belegte die erste Mannschaft den dritten Platz in der Landesliga. Dabei wurde der Kader nur unwesentlich verändert: "Fiete" Schmidt und Günther Gieler verließen den Verein, Harry Winter kehrte nach einem Jahr beim VFB Rheine zurück, Werner Dirkes (Foto rechts) kam von Preußen Borghorst, Klaus Kühnel von SG Burgsteinfurt. Doch schon in der Vorrunde zeigte die Mannschaft, dass es besser laufen sollte als in der Vorsaison. Verbandsligist VFB Rheine konnte sich nur knapp mit 4:3 durchsetzen, Verbandsligist Emsdetten 05 gewann während der Grillparty nur knapp mit 2:1 - das sah gut aus. Während der Meisterschaft tat sich das Team zunächst erneut schwer. Werner Dirkes erhielt zunächst keine Freigabe, Reinhard Abelmann war verletzt, Reinhard Kloppenborg sah beim 1:0-Sieg gegen Aufsteiger Eintracht Rheine gleich im ersten Spiel wegen Linienrichterbeleidigung die Rote Karte. Und so dauerte es bis zum sechsten Spieltag, ehe durch ein 1:0 beim TuS Haltern (Torschütze: Klaus Kilka) der zweite Saisonsieg fällig war. Der Knoten war geplatzt, vier Spiele ohne Niederlage folgten, bis zur Winterpause arbeitete sich das Team auf den vierten Tabellenplatz vor. Auch in der Rückrunde gab es nur drei Niederlagen, so dass schon am vorletzten Spieltag der dritte Tabellenplatz gesichert war und das 0:2 gegen den VFB Hüls zum Abschluss nicht mehr schmerzte. 39:21 Punkte und 58:40 Tore - so lautete die Bilanz. Ein ganz schweres Jahr hatte erneut die Reserve, die als Tabellenzwölfter erneut knapp dem Abstieg entging. Die dritte Mannschaft landete in der Kreisliga C, Gruppe 2 nur auf dem achten Platz, Platz neun belegte in der Gruppe 1 die neu gegründete vierte Mannschaft.

Saison 1985/1986:


Der Nachfolger von Trainer Herbert Eiteljörge war der Grevener Hans Zeitner, der ein neues Team formen musste: Andreas Hemsing (Preußen Münster), Reinhard Kloppenborg (ASC Schöppingen), Thomas Abelmann (TuS Hiltrup) und Klaus Kühnel (SG BUrgsteinfurt) hatten das Team verlassen, zudem beendeten Horst Siemon und Reinhard Abelmann ihre Karrieren. Von den acht Neulingen konnten sich nur Werner Merettig, Rudolf Pohle, Klaus Jochmann und Rolf Pielage durchsetzen. Dass die Saison unter einem unglücklichen Vorzeichen stand, wurde schon während der Grillparty klar: Unser Team führte gegen FC Epe mit 5:0, als die Partie wegen eines Unwetters abgebrochen werden musste. Zwar hatte es schon im Vorjahr mieses Wetter gegeben, doch diesmal flüchteten die Gäste durchnässt in Scharen. Mit einem 0:0 bei der SV Ibbenbüren begann die Saison, auch gegen SSV Werne gelang beim 1:1 nur ein Remis, es folgte ein 0:1 gegen Schlusslicht Vorwärts Epe, ein 1:2 beim TuS Velen, ein 1:1 gegen SG Telgte, ein 0:4 bei der SpVgg Herten, ehe mit 2:1 gegen Germania Datteln endlich der erste Sieg gelang. Allerdings legte Datteln Protest ein, weil Schiri Dr. Krampe dem Ligakonkurrenten SSV Werne angehörte - das Wiederholungsspiel endete einige Wochen später 4:4. Der 2:1-Sieg war dennoch ein Wendepunkt. 2:2 hieß es danach in Herbern, 2:0 gegen Preußen Lengerich, 1:2 beim VFB Waltrop, 1:1 gegen Eintracht Rheine, 2:2 beim SV Wilmsberg, 3:1 gegen das neue Team von Herbert Eiteljörge, den TuS Hiltrup, 1:1 beim FC Rhade, ehe das erwähnte 4:4 gegen Germania Datteln folgte. Ein 2:2 gegen den VFB Hüls ließ unser Team zur Halbserie mit 13:17 Punkten und 21:24 Toren auf dem elften Platz stehen.

Doch noch vor der Winterpause steckte die Elf wieder tief im Abstiegskampf: Ein 1:3 gegen Ibbenbüren und eine 2:3-Niederlage in Werne ließen es wieder enger werden. Nach der Winterpause punktete das Team zwar weiter, aber nicht entscheidend. 1:1 bei Vorwärts Epe, 1:1 gegen den TuS Velen, so richtig von der Stelle kam die Mannschaft nicht. Und so entschied der Vorstand, den Vertrag mit Hans Zeitner nicht zu verlängern, für die neue Saison wurde der Rheinenser "Schallo" Adick verpflichtet. Und für Hans Zeitner wurden die nächsten Wochen schwer: In Telgte gelang nur ein 1:1, in Datteln verlor sein Team 0:2, das 1:1 gegen Herbern und das 2:2 in Lengerich halfen auch nicht weiter. NAch einem 1:3 gegen Teutonia Waltrop zog der Vorstand schließlich die Notbremse: Hans Zeitner musste gehen, "Schallo" Adick trat sein Amt vorzeitig an. Doch auch ihm blies der Wind zunächst ins Gesicht: Nach dem 15. Remis, einen 1:1 bei Eintracht Rheine, rutschte unsere Mannschaft erstmals auf einen Abstiegsplatz. Gegen Spitzenreiter SV Wilmsberg folgte eine 0:2-Niederlage, ein weiterer Platz war verloren, nur noch das abgeschlagenen Team von Vorwärts Epe lag hinter unserer Elf. Und nach einem 1:4 in Hiltrup begann selbst die Optimisten, die Hoffnung aufzugeben. Doch dann folgte die Wende: Ein 5:3-Erfolg gegen das Spitzenteam SV Herten ließ den Klassenerhalt wieder aus eigener Kraft möglich werden. Und diese Kraft brachte das Team auf: 2:0 besiegte es durch Tore von Thomas Krake und Werner Dierkes den FC Rhade, am letzten Spieltag gelang durch Treffer von Thomas Gebauer und Frank Peters ein 2:1-Erfolg beim Tabellendritten VFB Hüls mit 25:35 Punkten und 42:52 Toren war der Klassenerhalt hauchdünn geschafft.

Ganz sicher erreichte dagegen diesmal die Reserve als Tabellenelfter den Klassenerhalt, die dritte Mannschaft beendete die Saison als Meister der Kreisliga C, Gruppe 2, die Vierte war hingegen Letzter der Gruppe 1.

Ehrennadeln für verdiente Borussenmitglieder im Jahre 1985: Bernhard Hüls (Silber), Günter Tecklenborg (Silber), Bernhard Bruch (Silber), Michael Schölling (Silber), Helmut Uphoff (Silber), Werner Nießing (Silber), Paul Wälte (Gold), Bernhard Kleve (Silber)

Saison 1986/1987:

Im Schlussspurt mit dem vorzeitig engagierten Trainer "Schallo" Adick war der Klassenerhalt geschafft worden, doch auf Coach und Mannschaft sollte eine weitere ganz schwere Saison warten. Mit Holger Pielage, Achim Leisgang und Rückkehrer Günther Giehler waren drei Verstärkungen geholt worden, bei herrlichem Wetter siegte Emsdetten 05 zum Auftakt der Grillparty nur knapp mit 1:0, der Optimismus war groß. Doch schon nach dem Auftaktspiel herrschte Katerstimmung: Mit 4:0 hatte der VFB Hüls den Teekotten gestürmt, Fußball-Obmann Günter Tecklenborg, der den urlaubenden "Schallo" Adick vertrat, in seinem Fazit: "Ab morgen gibt es viel zu tun."

Nach einer 2:3-Niederlage beim FC Rhade blieb das Team am Tabellenende, deutete dann aber beim 4:0 gegen den VFB Waltrop an, was in ihm steckte. Doch dieser Sieg blieb eine Eintagsfliege. Eine Pleitenserie folgte, die in der höchsten Niederlage der vergangenen 25 Jahre ihren Gipfel fand: Bei Germania Datteln wurde unser Team am 6. Spieltag mit 1:9 förmlich abgeschossen - es hieß schon 0:8, ehe Klaus Kilka das Ehrentor erzielte. Am 9. Spieltag schließlich folgte eine 0:2-Heimniederlage gegen Eintracht Rheine, die Elf fiel auf den letzten Platz zurück. Kurzfristig wurde mit Tom Vetter ein neuer Spieler geholt, doch auch er konnte zunächst nicht für die Wende sorgen. Erst am 13. Spieltag beim 2:2 gegen den TuS Hiltrup wurde das dritte Pünktchen eingefahren. Und am 15. Spieltag folgte endlich der zweite Sieg, obwohl die Partie gegen Cheruskia Laggenbeck unter einem mehr als unglücklichen Stern stand. Torhüter Ulli Krake verletzte sich beim Aufwärmen, ein Ersatzkeeper stand nicht zur Verfügung, so wurde Hans-Jürgen Bien während des laufenden Spiels der dritten Mannschaft auf dem alten Platz ausgewechselt und in die Erste beordert. Gleichzeitig wurde im "Schotthock" angerufen, wo die Reserve bei Grün-Weiß Rheine spielte, dort setzte sich Markus Krawczak nach dem Aufwärmen wieder ins Auto, um nach dem Wechsel für die Erste zur Verfügung zu stehen. Allen Schwierigkeiten zum Trotz: Durch ein Tor von Werner Dirkes in der 11. Minute siegte das Team mit 1:0. Doch der Abstand zum rettenden Ufer betrug weiterhin sieben Punkte....

Aber der Knoten war geplatzt. Tom Vetter und Achim Leisgang trafen beim 2:1 bei FC Recklinghausen 2 zum ersten Auswärtssieg, und nach einem 3:1 gegen Herten war unser Team zwar immer noch Letzter, der Abstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz aber war zur Winterpause auf vier Zähler geschrumpft. In der Rückrunde gab es zunächst ein 1:4 beim VFB Hüls, doch nach einem 5:0 beim VFB Waltrop und einem 6:0 gegen SSV Werne war unsere Mannschaft zwar immer noch Tabellenletzter, hatte aber nach Punkten mit dem Fünftletzten Ibbenbüren gleichgezogen (bei 17 Mannschaften gab es in dieser Saison vier Absteiger). Es folgte mit einem 2:0 gegen Datteln die Revanche für das 1:9 aus dem Hinspiel, die Rote Laterne war abgegeben. Doch das Zittern sollte bis zum letzten Spieltag andauern....

So stand unsere Mannschaft am 25. Spieltag wieder am Tabellenende: Eine 0:7-Pleite beim Mit-Abstiegskonkurrenten Warendorfer SU schien das Schicksal des Teams zu besiegeln. Dann aber sorgte nicht nur ein 3:1 im Nachholspiel gegen den FC Rhade für neue Hoffnung, sondern auch eine Personalie: 05-Kapitän Rainer Albers hatte schon vor der Winterpause zu uns wechseln wollen, jetzt erteilten die Schwarz-Weißen plötzlich die Freigabe, Albers konnte im Endspurt endlich eingesetzt werden. Beim 2:2 gegen Vorwärts Gronau war er erstmals dabei, beim 5:1 bei Preußen Lengerich war er bester Spieler, das 2:3 in Laggenbeck konnte aber auch er nicht verhindern. Nach einem 1:0-Sieg gegen FC Recklinghausen 2 (Tor: Peter Kilka) musste dann der letzte Spieltag die Entscheidung bringen. Die Warendorfer SU und TuS Velen hatten 23 Punkte auf dem Konto, FC Recklinghausen 2 24, SV Ibbenbüren 25 und unsere Elf 26. Ein Doppeldecker-Bus fuhr am Mittwoch, den 3. Juni mit nach Herten, 250 Fans feuerten unsere Mannschaft an,riesengroß war der Jubel, als Hermann-Josef Diekhues in der 63. Minute zum 1:1 traf. Dabei blieb es, der Klassenerhalt war unter Dach und Fach.

Eine recht lockere Saison lag derweil hinter unserer Reserve, die in der Kreisliga A den elften Platz belegte, unsere dritte Mannschaft hatte sich nach dem zweiten Aufstieg in der Kreisliga B, Gruppe 2 als Tabellenfünfter klasse geschlagen, die Vierte verbesserte sich ebenfalls enorm, belegte Platz neun der Kreisliga C, Gruppe 3.

Saison 1987/1988:

Eine Saison ohne Zittern - in der Spielzeit 1987/1988 segelte unsere Mannschaft nach zwei turbulenten Jahren wieder in ruhigerem Fahrwasser. Zwar war der Einstieg in die Saison mit einer Niederlage und vier Unentschieden noch recht mühsam, doch nach einem 6:0-Erfolg über Cheruskia Laggenbeck hatte sich das Team im Mittelfeld etabliert. Als Thomas Gebauer und Neuzugang Andre Felchner dann am 4. Oktober zum 2:0-Sieg bei Teutonia Waltrop trafen, stand in der Tabelle hinter dem Namen Borussia Emsdetten zum ersten Mal nach zwei Jahren wieder ein positives Punktekonto. 27:15 Tore und 18:12 Punkte - nach der Hinrunde rangierte das Team sogar im Verfolgerduell. Ein Novum dann in der Winterpause: Erstmals veranstaltete unser Verein ein eigenes Hallenturnier. In der Euregiohalle setzte sich schließlich im Finale Lokalrivale Emsdetten 05 mit 3:2 gegen den VFB Rheine durch, unsere Elf schied in der Zwischenrunde aus. Wenig später musste sich der Vorstand nach einem neuen Trainer umsehen: "Schallo" Adick kündigte an, im Sommer zu Eintracht Rheine wechseln zu wollen. Der neue Coach aber war schon zwei Tage später gefunden: Ex-Spieler Joseg Göers, der maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Landesliga gehabt hatte, sagte zu, im Sommer als Adick-Nachfolger zur Verfügung zu stehen. Mit dem festen Willen, ein Wörtchen bei der Titelvergabe mitzureden, ging unsere Mannschaft in das Restprogramm, vier Punkte schienen durchaus aufholbar. Doch ein kaum erklärbarer Leistungseinbruch ließ die Elf weit zurückfallen, zum Ende lag sie mit 42:44 Toren und 28:32 Punkten nur auf dem zehnten Platz.
Ein kleines Bonbon gab es dabei nur zum Ende: Spitzenreiter TuS Hiltrup wurde mit 2:1 besiegt und in ein Entscheidungsspiel gegen den FC Rhade gezwungen.

Auch die Reserve hatte nach glänzender Hinrunde ein wenig an Boden verloren und beendete die Spielzeit auf dem siebten Platz der Kreisliga A, die dritte Mannschaft wurde Vizemeister der Kreisliga B, Gruppe 2, die Vierte Neunter in der Kreisliga C, Gruppe 3.

Saison 1988/1989:

Mit einem 6:0-Testspielsieg gegen den SV Mesum führte sich der neue Coach Josef Göers am Teektotten ein, später sollte er zum erfolgreichsten Trainer seit Herbert Eiteljörge werden. Zunächst aber sollten die Spieler noch einmal ein wenig neidisch werden: Ehrengast während der Grillparty war die Mannschaft, die 40 Jahre zuvor in die Bezirksklasse aufgestiegen war. Seinerzeit waren bis zu 3000 Zuschauer zu den Heimspielen gepilgert - eine Zahl, von der auch 1988 nur noch geträumt werden konnte. Immerhin 400 Zuschauer waren es dann beim ersten Heimspiel. Die Neuzugänge Klaus Schürmann und Martin Hasenbein (Foto rechts, heutiger Profi Golftrainer und Golf Bundestrainer - Team Germany) sorgten für einen 2:1-Sieg gegen Teutonia Waltrop. Dann aber folgten drei Niederlagen in Folge, die Mannschaft fand sich am Tabellenende wieder - sollte wieder eine Zittersaison warten? Nein! Es folgten zwar noch einige durchwachsene Wochen, aber nach einem 6:0-Erfolg über den VFB Kirchhellen war das Mittelfeld wieder erreicht. Zum Abschluss der Hinrunde lag das Team mit 31:30 Toren und 15:15 Punkte auf dem achten Rang. Das Einzige, was noch fehlte, war ein Auswärtssieg. In großen Schwierigkeiten aber war die Reserve, die unter Trainer Wilfried Knake den letzten Platz in der Kreisliga A belegte. Doch Besserung kündigte sich an: Josef Göers erklärte sich bereit, das Borussentrikot wieder überzuziehen, führte die Reserve gleich zu einem 3:3 gegen Germania Hauenhorst.

Während der Winterpause führte unser Verein wieder ein Hallenturnier durch, das zur festen Einrichtung werden sollte. Der VFB Rheine gewann im Finale mit 3:2 gegen den TuS Hiltrup, unsere Elf schied schon in der Vorrunde aus.

Josef Göers verlängerte in der Winterpause seinen Vertrag um ein Jahr und gleich im ersten Auswärtsspiel gelang dann auch endlich der erste Auswärtssieg: Klaus Schürmann, Dietmar Bien und Wolfgang Nöring trafen beim 3:2-Sieg bei Preußen Münster 2. Und während die erste Mannschaft in der Folgezeit ihren Mittelfeldplatz verteidigte, gelang es der Reserve nicht mehr, sich aus der Misere zu befreien, schon nach dem 0:3 beim SV Mesum am 26. Spieltag stand sie vorzeitig als Absteiger aus der Kreisliga fest. Eine Woche zuvor war bekannt geworden, dass Trainer Wilfried Knake im Sommer durch Lothar Glöckner abgelöst werden würde. Am Ende der Saison belegte die erste Mannschaft mit 56:46 Toren und 33:27 Punkten Platz sechs, die Reserve blieb weit abgeschlagener Tabellenletzter, die Dritte rettete sich als Viertletzter knapp vor dem Abstieg aus der Kreisliga B, Gruppe 2, die Vierte war Viertletzter der Kreisliga C, Gruppe 3

Saison 1989/1990:

Kaum Veränderungen im Kader der ersten Mannschaft gab es vor der Saison 1989/1990: Zwar gingen Martin Hasenbein, Wolfgang Nöring und Torjäger Rainer Albers, doch für Letzteren war in dem Rheinenser Wilfried Krümpel schnell Ersatz gefunden. Zudem wurde der Kader durch Carsten Westermann verstärkt.

Kaum Veränderungen auch im Vorstand, doch Franz Mess trat nach über 20 Jahren als 2. Vorsitzender zurück, sein Nachfolger wurde Ex-Geschäftsführer Ludwig Wegmann.

Sportlich endete die Spielzeit ähnlich wie die letzte, mit 52:35 Toren und 31:25 Punkten verbesserte sich unsere erste Mannschaft um einen Platz auf Rang fünf. Zwischenzeitlich schien sogar mehr drin zu sein: Nach dem 11. Spieltag und einem 5:0-Sieg gegen Eintracht Rheine durch Tore von Carsten Westermann (2), Thomas Krake (2) und Thomas Gebauer lag unsere Elf auf dem zweiten Platz, nur drei Punkte hinter Spitzenreiter Preußen Lengerich. Trainer Josef Göers blieb jedoch Realist. In einem Interview mit dem "Emsdettener Tageblatt" betonte er: "Von der Meisterschaft sprechen wir nicht." Relativierte die Aussage aber in einem Interview mit der "Emsdettener Volkszeitung": "Wenn wir nach dem 20. Spieltag in ähnlicher Konstellation da oben stehen, wird meine Zurückhaltung ein Ende haben."
Dass die Konstellation nach 20 Spieltagen nicht mehr so war, lag vor allem am direkten Duell der Konkurrenten: Zwar war unsere Elf am 26. November in Lengerich 80 Minuten lang überlegen, unterlag aber mit 1:2, Lengerich baute die Führung auf sechs Punkte aus. Die Meisterschaft war zur Winterpause also längst gelaufen, beim Hallenturnier blieb alles wie gehabt: Der VFB Rheine gewann (2:1 nach Verlängerung gegen Emsdetten 05), unsere Mannschaft schied in der Vorrunde aus. Im Jahr 1990 verlängerte Josef Göers seinen Vertrag erneut und nach siebeneinhalb Jahren in der Landesliga fiel erstmals am Teekotten das Wort "Verbandsliga": Was auch sonst hätte die Elf nach dieser tollen Hinrunde als neues Ziel die kommende Spielzeit ausgeben sollen?
Doch schnell war dieses Wort wieder aus dem Vokabular gestrichen, mangelnde Einstellung ließ das Team weit zurückfallen, ehe die Elf zum Ende der Saison wieder Tritt fasste. Und für Furore vor allem im Pokal sorgte: Durch einen 3:2-Sieg im Kreispokal-Halbfinale über Emsdetten 05 erreichte die Mannschaft die Runde auf Landesebene. Dindic und Tschöke hatten die Schwarz-Weißen am 11. April in Führung gebracht, Thomas Krake, Wilfried Krümpel und Dietmar Bien hatten die Partie gekippt. Im Endspiel hatte dann auch der VFB Rheine das Nachsehen: Carsten Westermann, Dietmar Bien und Frank Krühler sorgten für einen 3:1-Sieg.

Viel Pech hatte in dieser Saison unsere Reserve: Mit einem Punkt Rückstand auf Grün-Weiß Rheine 2 verpasste sie knapp den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga A. Die dritte Mannschaft wurde Fünfter in der Kreisliga B, Gruppe 2, die Vierte Neunter in der Kreisliga C, Gruppe 3.

Saison 1990/1991:

Carsten Westermann verließ die Mannschaft in der Winterpause, dafür konnte der begehrteste Stürmer weit und breit verpflichtet werden: Mit Rüdiger Wamelink sollte es gelingen, ganz oben mitzuspielen. Doch es kam ganz anders: Nach einer 0:4-Niederlage beim TuS Haltern lag das Team mit 4:10 Punkten nach dem siebten Spieltag plötzlich auf einem Abstiegsplatz. Und stand ohne Trainer da: "Vier Niederlagen in Folge haben natürlich zu meiner Entscheidung beigetragen. Aber es ist unterschwellig gegen meine Person gearbeitet worden, ich werde mich dazu nicht weiter äußern, ich will keine schmutzige Wäsche waschen", so Josef Göers direkt nach der Partie in Haltern, als vor allem Thomas Gebauer eine völlig disziplinlose Partie abgeliefert und sich ein Wortduell mit dem Coach geliefert hatte. Mit Günter Tecklenborg und Josef Hövels stand im folgenden Heimspiel gegen den FC Rhade ein "Übergangs-Trainerduo" am Rand, die Talfahrt aber wurde mit einem 1:4 fortgesetzt. Wenige Tage später war mit dem Coesfelder Dieter Eismann ein neuer Trainer verpflichtet, zudem kam mit Manfred Engelmann aus Lingen ein neuer Keeper. Auch Eismanns Debüt ging mit einem 1:2 beim SV Wilmsberg aber in die Hose. Doch schon im ersten Spiel mit Manfred Engelmann "platzte der Knoten", hoffte jedenfalls Dieter Eismann: Dietmar Bien traf zum 1:0-Sieg bei den Amateuren von Preußen Münster.

Eismanns Hoffnungen aber waren verfrüht: 0:2 gegen Germania Datteln, 0:2 bei Greven 09 und dann der nächste Rückschlag: Wilfried Krümpel verlor bei einem Arbeitsunfall acht Finger - seine sportliche Karriere war beendet. Aber das Team zog sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf - auch weil Rüdiger Wamelink endlich seine Ladehemmung ablegte. Durch einen Hattrick besiegte er Teutonia Waltrop beim 3:1 am 28. Oktober ganz allein. Nach einem 1:0-Sieg beim TuS Hiltrup (Tor: Frank Krühler) verließ die Mannschaft zum Ende der Hinrunde endlich die Abstiegsplätze. Drei weitere Siege folgten bis zur Winterpause - das Punktekonto war ausgeglichen. Höhepunkt im Winter war erneut das eigene Hallenturnier, diesmal schlug Emsdetten 05 im Finale den VFB Rheine glatt mit 6:0. Unser Team erreichte erstmals das Halbfinale, belegte schließlich nach einem 3:4 gegen den SV Wilmsberg Platz vier. Noch vor Beginn des Restprogramms war dann klar, dass der Verein in der kommenden Saison nicht mehr mit Dieter Eismann planen würde. Stattdessen setzte er erstmals seit Claus Buck wieder auf einen Spielertrainer: Andreas Hemsing, der wie Josef Göers zuvor schon für die erste Mannschaft gespielt hatte, unterschrieb einen Vertrag für ein Jahr. Eine Neuerung gab es in Emsdetten dann in der Rückrunde: Am 15. April erschienen in der "Emsdettener Volkszeitung" erstmals die "EV-Ballspiele"- eine kurze Einzelkritik. Überragende Spieler erhalten seitdem in einem Schema drei Bälle, starke Spieler zwei Bälle, durchschnittliche Akteure einen Ball, arg enttäuschende Spieler einen "Schlappen Ball". "Schlappe Bälle" gab es beim 4:2-Sieg in Datteln nicht zu verteilen, doch Thomas Abelmann war gleich mit drei Bällen dabei, in seinem 100. Landesligaspiel zeigte er eine Glanzleistung. Der erste "Schlappe Ball" traf zwei Wochen später Jochen Albers, der beim 4:2 gegen Greven 09 - sein 199. Spiel für unsere erste Elf - grippegeschwächt nicht zu seiner gewohnt starken Form fand. Mit einem 1:0-Sieg über den TuS Hiltrup durch Rüdiger Wamelinks 25. Saisontor, das gleichzeitig sein letztes im Borussentrikot war - er wechselte zu Eintracht Rheine -, beendete die Mannschaft die Saison, lag mit 48:42 Toren und 33:27 punkten auf Platz sechs.

Besonders erfreulich aber war, dass Wilfried Krümpel in den letzten beiden Spielen als Einwechselspieler doch noch ein unerwartetes Comeback feiern konnte.

Weit hinter Fortuna Emsdetten und dem 1. FC Nordwalde beendete die Reserve die Saison auf Platz drei in der Kreisliga B, Gruppe 1, in der Gruppe 2 war unsere dritte Mannschaft Siebter, die vierte Mannschaft belegte Platz sechs in der Kreisliga C, Gruppe 3

Saison 1992/1993:

Zehn Jahre spielte unsere Mannschaft in der Landesliga 4, als Ulrich Pruisken im Sommer 1992 das Traineramt übernahm. In der "Ewigen Tabelle" belegte unser Team den zweiten Rang, die meisten Einsätze in den zehn Jahren hatten Jochen Albers (231), Thomas Krake (211), Thomas Gebauer (168), Ralf Hermeling (157) und Johannes Geisemann (147) zu verzeichnen gehabt. Beste Torschützen in diesen zehn Jahren waren Harry Winter (41), Thomas Gebauer (40), Horst Siemon (36), Rainer Albers (34) und Johannes Geisemann (30). Einen Wechsel gabe es nicht nur im Trainerbereich, auch die Leitung des Vereins wurde in neue Hände gelegt: Ludwig Wegmann wurde am 28. Juni einstimmig zum Nachfolger des bisherigen 1. Vorsitzenden Antonius Stolze gewählt. Sein Motto lautete dabei: "Leistungssport ja - aber der Breitensport ist wichtiger." Die erste Mannschaft aber setzte selbstverständlich weiter auf Leistung, dabei stand Ulrich Pruisken ein deutlich verstärkter Kader zur Verfügung. Nur Andreas Hemsing und Thomas Krake hatten das Team verlassen, neu hinzu kamen Billy Cogum von Emsdetten 05, Torhüter Thorsten Schneider vom SC Spelle-Venhaus, A-Jugendkeeper Jörg Breulmann, Pascal Weimer (SC Kleve), Markus Cool (Matellia Metelen), Dietmar Bien (SV Mesum), Klaus Schürmann (SuS Neuenkirchen) sowie die A-Jugendlichen Jörg Fickermann und Christian Meiners. "Wir wollen schon im oberen Drittel mitspielen, aber es gibt nicht das 'Muss' ganz oben dabei zu sein", steckte Ulrich Pruisken die Saisonziele vorsichtig ab. Höhepunkt der Saisonvorbereitung war ein Testspiel gegen den Bundessligisten Bayer Uerdingen, das unser Team mit 0:10 deutlich verlor. Eine knappe Niederlage gab es während der Grillparty beim 2:3 gegen den Oberligisten Eintracht Nordhorn. Mit Saisonbeginn übernahm unsere Elf dann gleich durch einen 5:0 Sieg gegen Vorwärts Epe die Tabellenführung, verteidigt wurde diese bis zum fünften Spieltag. Ausgerechnet eine 1:2 Heimniederlage gegen SV Emsdetten 05 kostete den Platz an der Sonne. Ivica Vujicevic erzielte das entscheidende Tor in der 94. Minute per Foulelfmeter. Frank Lindner hatte Andreas Lammers von den Beinen geholt. Dennoch bedeutete das Derby einen weiteren Meilenstein in der Geschichte unseres Vereines: Nach zweijähriger Umbauzeit wurde der ehemalige "Hof" Feld mit einem Tag "der Offenen Tür" als neuen Vereinsheim vorgestellt.

Ein "Schwarzer Sonntag" war der 11. Oktober: Nach einer katastrophalen Leistung reichte es gegen SV ibbenbüren durch Tore von Billy Cogum und Reinhard Kloppenborg nur zu einem 2:2 - unser Team fiel auf Platz sechs zurück, wurde nach einem Jahr als beste Emsdettener Fußballmannschaft wieder von Emsdetten 05 überholt. Platz sechs hieß es auch nach der Hinrunde. Überschattet wurde diese Hinrunde von zwei schweren Verlusten - für unseren Verein: Der langjährige Jugendobmann Ewald Krake starb überraschend mit 72 Jahren, der ehemalige 1. Vorsitzende Franz Overbeck wurde nur 66 Jahre alt.
Völlig überraschend gewann im Januar SG Burgsteinfurt unser Hallenturnier, unsere Elf landete nach einem 4:0 über Eintracht Rodde auf Rang drei. Höhepunkt des Winters war für unseren Verein aber der "Bunte Abend des Sports", bei dem die E1-Jugend nach dem Gewinn von Hallenkreismeisterschaft, Kreismeisterschaft und Kreispokal als "Mannschaft des Jahres" ausgezeichnet wurde. Schon im Vorjahr war die C1-Jugend zur "Mannschaft des Jahres" gewählt worden - kein anderer Verein weit und breit hatte eine ähnlich erfolgreiche Jugendabteilung. Wechselhaft verlief die Rückrunde für unsere erste Mannschaft, für Thomas Gebauer war der 7. März ein ganz besonderer Tag: Er erielte beim 1:1 gegen den 1.FC Gievenbeck sein 42. Landesliga-Tor, überflügelte damit den bisherigen Rekordtorschützen Harry Winter. Mit 34:26 Punkten und 54:38 Toren belegte unser Team in der Abschlusstabelle den siebten Platz. Die Saison klang mit einer 8:9-Niederlage nach Elfmeterschießen im Kreispokalendspiel gegen Eintracht Rheine aus - und damit auch der Vertrag von Ulrich Pruisken. Zwar hatte Pruisken seinen Vertrag im Dezember um ein Jahr verlängert, doch die Mannschaft sprach sich jetzt gegen ihn aus, der Vertrag wurde wieder aufgelöst. Mit Wolfgang Schütte, der zuvor unter anderem die 05er und VFB Rheine trainiert hatte, stand der neue Mann während des Endspiels schon am Rand. Schon in der Winterpause hatte Werner Dirkes, Spielertrainer der Reserve, erklärt, unseren Verein im Sommer verlassen zu wollen, mit dem fünften Platz in der Kreisliga A feierte er nach dem Aufstieg noch einmal einen großen Erfolg. Die dritte Mannschaft wurde Dritter in der Kreisliga B, Gruppe 2, die vierte Mannschaft Achter in der Kreisliga C, Gruppe 3, die fünfte Elf Fünfter in der Kreisliga C, Gruppe 1.

Saison 1993/1994:

Nach drei Trainerwechseln in drei Jahren sollte mit Wolfgang Schütte wieder Kontinuität in die erste Mannschaft gebracht werden. Und das gelang zunächst auch sehr gut. Mit fast unveränderten Kader nahm Schütte seine Arbeit auf: Frank Lindner und Andre Felchner wechselten zu SuS Neuenkirchen, dafür rückten aus der A-Jugend Christian Alaze und Klaus Kloppenborg in den Kader. Bei der Grillparty wurde der Fußball wie so oft fast zur Nebensache, die 1:3-Niederlage gegen den Verbandsligisten FC Rhade (Ehrentor durch Jochen Gebauer) war schnell vergessen. Der Start in die Meisterschaft aber erwies sich als unerwartet schwierig: Nach drei Niederlagen lag unsere Elf auf dem letzten Platz und Wolfgang Schütte musste nach dem 1:2 beim SSV Buer feststellen: "So spielen wir gegen den Abstieg." Ein 1:1 gegen den Tabellenführer Eintracht Rheine aber weckte wieder die Lebensgeister. Beim folgenden 1:1 beim TuS Haltern sah dann erstmals ein Borusse die zu dieser Saison neu eingeführte Gelb-Rote Karte. Thomas Gebauer wurde wegen eines Fouls verwarnt, Trainer Wolfgang Schütte reagierte schnell, wollte Gebauer gegen Klaus Kloppenborg auswechseln, doch auf dem Weg zur Seitenauslinie meckerte Gebauer so lange, bis Schiri Frank Gettke die Ampelkarte zückte...

Die negativen Schlagzeilen überwogen zunächst weiterhin. Am 10. Oktober gelang dann der völlig neu formierten Reserve unter dem neuen Coach Helmut Abelmann mit 3:1 bei Raspo Burgsteinfurt endlich der erste Sieg, eine Woche später zog die erste Mannschaft nach: Reinhard Kloppenborg und Detlef Baumert erzielten die Tore beim 2:1-Sieg bei der SV ibbenbüren. Einer der Matchwinner aber war Andre Behrens: Nach zweijähriger Verletzungspause und vier Operationen spielte er, als habe er nie gefehlt. Doch das Abstiegsgespenst spukte weiter am Teekotten, nach der Hinrunde belegte das Team den vorletzten Rang. Und auch im Winter lief es nicht: DOS Denekamp gewann das Hallenturnier durch einen 4:1-Finalsieg über VFB Rheine, unser Team aber scheiterte schon in der Vorrunde. Dennoch wurde der Vertrag mit Wolfgang Schütte verlängert, schließlich legte er ein überzeugendes Konzept für die kommende Saison vor. Er war überzeugt, den Klassenerhalt noch zu schaffen: "Daran habe ich überhaupt noch nicht gedacht", beantwortete er die Frage, ob der Vertrag auch für die Bezirksliga gelte... Eine Woche später verlängerte auch Reservencoach Helmut Abelmann seinen Vetrag, obwohl auch sein Team auf einem Abstiegsplatz rangierte. Auf einem solchen sollte auch die erste Mannschaft noch lange bleiben. Erst am Gründonnerstag gelang durch Tore von Wolfgang Nöring, der in der Winterpause zum Teekotten zurückgekehrt war, und Reinhard Kloppenborg ein 2:0-Sieg über den TuS Haltern - der erste Heimsieg seit fast einem Jahr!!! Und mit ihm wurden endlich die Abstiegsränge verlassen. Und er war der Start zu einer Serie: Sieben Spiele lang blieb unser Team unbesiegt, der Klassenerhalt war längst gesichert, als am vorletzten Spieltag Emsdetten 05 am Teekotten gastierte und unser Team die Herzen der Fans noch einmal höher schlagen ließ: Durch ein Elfmetertor von Thomas Gebauer - Daniel Löbbert war der Ball unglücklich an die Hand gesprungen - gelang der erste Derbysieg in einem Meisterschaftsspiel nach mehr als 30 Jahren. Nach einem 4:1 beim SV Südkirchen belegte das Team in der Abschlusstabelle schließlich mit 29:31 Punkten und 32:33 Toren den achten Platz. Die Reserve musste dagegen bis zur letzten Sekunde zittern. Im entscheidenden Spiel gegen VFB Rheine 2 am letzten Spieltag aber reichte ein 1:1 durch ein Tor von Thorsten Brömmelhaus, um den Klassenerhalt in der Kreisliga A unter Dach und Fach zu bringen.

Die dritte und vierte Mannschaft landeten im Mittelfeld ihrer Ligen, die fünfte Elf in der Spitzengruppe der Kreisliga C, Gruppe 1

Saison 1994/1995:

Mit deutlich veränderten Kader ging Trainer Wolfgang Schütte in seine zweite Saison: Thomas Gebauer, Gero Mocciaro, Torsten Schneider, Pascal Weimar und Thomas Abelmann mussten ersetzt werden, neu kamen Ralf Althoff, Andreas Feller, Dirk Koralewski, Ralf Schneider, Michael Wagner, Andreas Brünen, Torsten Mumme und Martin Kösters. Einmal mehr gastierte in der Vorbereitung Bundesligist Bayer Uerdingen am Teekotten, diesmal verkaufte sich unser Team viel besser: Andreas Feller erzielte das Ehrentor bei der 1:4-Niederlage. Eine Niederlage gab es auch während der Grillparty - 0:3 hieß es gegen Preußen Lengerich.

Schleppend begann es in der Meisterschaft: Erst am vierten Spieltag gelang mit einem 3:1 über das damals von Wolfram Wuttke trainierte Team des TuS Haltern der erste Sieg. Es war gleichzeitig das erste Spiel von Torsten Mumme, der fortan im Mittelfeld eine ganz wichtige Rolle spielen sollte. Mit einem Auf und Ab setzte das Team die Serie fort, nach den hohen Investitionen zu Saisonbeginn hatten die Fans mehr erwartet, die Stimmung unter ihnen wurde mehr und mehr gereizt. Echten Sportsgeist bewies unterdessen Torsten Schneider, der uns aus Studiengründen verlassen hatte: Als der neue Keeper Andreas Brünen sich verletzte, reiste Schneider im Oktober zu zwei Spielen extra aus Köln an, um die Elf zu unterstützen. Das zweite Spiel war das Derby gegen 05, Andreas Lammers schoss die Schwarz-Weißen zu einem 1:0-Sieg, jetzt war auch die erste Heimniederlage perfekt. Und die Fans schossen sich auf Trainer Wolfgang Schütte ein:"Drago Jurak hat es bei 05 geschafft, aus vielen durchschnittlichen Spielern eine echte Mannschaft zu formen, das hat Wolfgang Schütte bei Borussia überhaupt nicht geschafft, obwohl er vom Potential her die besseren Spieler hat", hieß es auf den Rängen. Die Stimmung war gereizt. Und wurde bis zur Winterpause nicht besser: 15:17 Punkte standen nach einem 0:1 gegen Lotte am 11. Dezember auf dem Konto, Wolfgang Schütte bemängelte die fehlende Einstellung der Spieler. Drei Tage später bat Schütte um Auflösung seines Vertrages. Die genauen Gründe blieben offen:"Ich habe eine konstruktive Zusammenarbeit auf allen Ebenen vermisst. Die Details habe ich dem Vorstand mitgeiteilt." Und der bewahrte, wie vereinbart, Stillschweigen. Weitere vier Tage später zeigte die Mannschaft, beim 0:0 gegen den VFB Waltrop eine kämpferische Glanzleistung, verantwortlich ein Trainerduo: Reinhard Kloppenborg als "Spieler"trainer - Helmut Abelmann als "Bank"trainer. Kloppenborg aber rückte einige Dinge gleich gerade:"Ich will gar nicht sagen, dass es mit Wolfgang Schütte nicht genauso gelaufen wäre, doch wir sind endlich aufgewacht." Ein Trainerrücktritt als Wecker also. Schon wenige Tage später waren die Weichen für die Zukunft gestellt: Reinhard Kloppenborg erklärte sich bereit, die Mannschaft bis zum Saisonende zu trainieren, als Coach für die folgende Saison wurde der ehemalige Torhüter unserer ersten Mannschaft, Hans-Dieter Jürgens, verpflichtet. Seinen ersten Erfolg feierte Reinhard Kloppenborg dann gleich beim eigenen Hallenturnier, als sein Team das Finale gegen FCE Rheine mit 6:4 nach Verlängerung gewann, er selber dabei zwei Tore schoss. In der Meisterschaft aber wurde schnell deutlich, dass die Probleme keineswegs an Wolfgang Schütte festgemacht werden konnte. Bis zum 24. Spieltag schwebte unser Team in Abstiegsgefahr, erst ein völlig unerwarteter 4:0-Sieg bei Emsdetten 05 war der Befreiungsschlag. Bis zum Saisonende blieb die Elf nun ungeschlagen, fuhr dabei auch den höchsten Sieg der vergangenen 25 Jahre ein: Beim SSV Buer gewannen die Kloppenborg-Schützlinge durch Tore von Dirk Koralewski (6, so oft traf seither kein Borusse mehr), Wolfgang Nöring, Michael Wagner (2), Martin Köster (2) und Reinhard Kloppenborg mit 12:2! Am Ende wurde mit 35:25 Punkten und 53:37 Toren sogar noch der vierte Platz erreicht und - was viel wichtiger war - am letzten Spieltag sogar noch Emsdetten 05 überflügelt. Die Reserve hatte sich konsolidiert, war Neunter in der Kreisliga A, die Dritte Sechster in der Kreisliga C, Gruppe 1, die Vierte Achter in der Kreisliga C, Gruppe 2, die Fünfte Fünfter in der Kreisliga C, Gruppe 1.

Saison 1995/1996:

Um Haaresbreite war Trainer Hans-Dieter Jürgens mit SG Burgsteinfurt am Aufstieg in die Landesliga gescheitert, als er das neue Amt in unserem Verein übernahm. In einem Entscheidungsspiel unterlag sein Team Vorwärts Wettringen mit 2:3. Bei uns startete Jürgens mit bescheidenen Zielen:"Es ist fraglich, ob wir wieder unter den ersten Fünf landen können, denn wir haben mit Bernhard Berlage und Michael Wagner zwei absolute Leistungsträger verloren", erklärte er bei seinem Amtsantritt. Die Neuzugänge Gerald Gryzza, Matthias Schulte, Frank Lindner und Klaus Frank mussten sich erst noch beweisen. Wichtig war Jürgens vor allem ein guter Start:" Dann ist eine Platzierung unter den ersten Fünf drin." Und der Start gelang: Mit einem 2:1-Sieg bei Vorwärts Wettringen durch Tore von Markus Cool und Dirk Koralweski konnte Hans-Dieter Jürgens gleich Revanche für das verlorene Aufstiegsspiel nehmen. Zwei weitere Siege folgten, doch dann holte eine 1:3-Heimniederlage gegen Hansa Scholven das Team auf den Boden der Tatsachen zurück. Kurz vor der Winterpause war sogar erstmals von Abstiegskampf die Rede, doch dann zeigte ein 8:2-Sieg gegen den ASC Schöppingen, was wirklich in der Mannschaft steckte. Dirk Koralweski stellte dabei seinen eigenen Rekord ein, erzielte schon zum zweiten Mal in einem Spiel sechs Tore. Dennoch: 21:22 Tore, 14 Punkte (erstmals galt in dieser Saison die Drei-Punkte-Regel), Platz neun - das war nach der Hinrunde unbefriedigend. Die Aussichten vor der Rückrunde waren dennoch nicht berauschend: Nach internen Problemen in der Mannschaft trennte sich Hans-Dieter Jürgens von Regisseur Thorsten Mumme, Libero Klaus Frank zog sich eine schwere Schädelverletzung zu - fiel monatelang aus. Für Furore sorgte allerdings unsere Reserve in der Kreisliga A. Mit Willi Eilers hatte sie zu Saisonbeginn einen neuen Coach bekommen, der sie ganz nach oben führte: Durch einen 4:2-Sieg bei Eintracht Rodde war am 26. November die Herbstmeisterschaft perfekt, kein wunder, dass der Vertrag mit Willi Eilers in der Winterpause verlängert wurde.

Beim Hallenturnier trug sich unser Team durch einen 2:1-Finalsieg gegen den SV Mesum einmal mehr in die Siegerliste ein, die Personalnot für die Rückrunde wurde durch die Verpflichtung von Holger Krölls ein wenig gemildert. Doch besonders erfolgreich verlief diese Rückrunde nicht. Höhepunkt war ein 1:0-Sieg gegen Spitzenreiter SF Lotte, in einem Spiel, in dem Hans-Dieter Jürgens gleich sieben Stammspieler ersetzen musste. Markus Cool erzielte in der 12. Minute den Treffer des Tages - erstmals entschied sich die Sportredaktion der "Emsdettener Volkszeitung", in die Einzelkritik alle eingesetzten Spieler mit "drei Bällen" zu belohnen, Lotte feuerte nach diesem Spiel Coach Heribert Essing. Unsere Mannschaft belegte am Ende mit 36 Punkten und 41:34 Toren den achten Tabellenplatz. Die Reserve hatte sich derweil von Amisia Rheine von der Tabellenspitze verdrängen lassen und wurde Vizemeister, die dritte Mannschaft wurde in der Kreisliga C2 nur Vorletzter, für eine Sensation aber sorgte das fünfte Team: Es machte schon am viertletzten Spieltag durch einen 1:0-Sieg gegen SF Gellendorf die Meisterschaft in der Kreisliga C1 pefekt. Jost Wulf schoss das Team mit seinem Tor in der 2. Minute in die Kreisliga B.