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SV Borussia Emsdetten
vs.
SC Preußen Lengerich
03. Dezember 2017 14:15 Uhr · Emsdetten · Walter-Steinkühler-Stadion

Stadion-Geschichte

Man schrieb den 26. Februar 1930, als die Gründungsväter des SV Borussia Emsdetten ihren Worten Taten folgen ließen. In der Gastwirtschaft Rasing versammelten sich an diesem Tag rund 50 engagierte Erwachsene und Jugendliche.

Als im September 1930 die ersten Pflichtspiele bestritten wurden, stand noch kein eigener Sportplatz bereit. So mußte das hiesige Stadion am Wassertum zunächst als Sportstätte dienen.

Doch die wachsende Zahl der Mannschaften, die sich im Rot-Weißen Dress fortan mit Mannschaften der anderen Vereine messen wollten, führte immer mehr zu problematischen Überschneidungen am Stadion, wo der Verein schließlich nur das Gastrecht hatte. Es mußte also eine eigene Sportstätte her.

Im Frühjahr 1931 pachtete der Vorstand ein geeignetes Gelände vom Bauern Prenger-Berninghoff an der Nordwalder Straße. Ungefähr an der Stelle, wo heute der Getränkemarkt Tecklenborg ist. Unter den zahlreichen Arbeitslosen in Emsdetten fanden sich viele Freiwillige, die mit großem Eifer halfen, den Sportplatz zu Beginn des Spieljahres 1931/1932 fertig zu stellen. Umgezogen wurde sich bei Gastwirtschaft Rasings im Keller.

1936 wurde Arminia Emsdetten, ein DJK Verein, von den Nazis  verboten. Arminia und Borussia schlossen sich zusammen und spielten unter den Namen von SV Borussia Emsdetten weiter. Ein neuer Sportplatz mußte her und gefunden wurde dieser am Teekotten.

Am Teekotten war ein Wiesenplatz. Kühe, Pferde, Maulwürfe, alles war vorhanden. Maulwurfsfallen wurden während der spielfreien Zeit aufgestellt. Vor dem Training bzw. Spielen wurde der Platz zuerst immer von Kuhkladden und Pferdeäpfeln gereinigt. Umziehen mußten sich die Spieler in der Gaststätte "Am Teekotten" auf der Kegelbahn. Der Gast links und Borussia rechts. War das Training bzw. Spiel vorbei, standen Fässer mit Wasser bereit und man konnte sich unter freiem Himmel waschen. Im Winter wenn es richtig kalt war, sagte unser Vereins-Mitglied Bruchs Jopp "Ich mache euch Wasser im Waschtopf warm, ihr könnt euch dann hier waschen." Das war für alle eine richtige Freude.

1948 wurde der Teekotten Rasenplatz zweimal breiter gemacht, um auf die richtigen Maße zu kommen, die vom Verband damals vorgeschrieben waren. Die Spielfläche wurde durch die tatkräftige Unterstützung vieler Mitglieder und die kostenlose Bereitstellung der nötigen Mittel durch Emsdettener Firmen um sechs Meter verbreitet. Mit Sand-Loren aus Stüpers-Büschken wurde Tag für Tag gefahren, denn die Wiese von Felds lag etliches tiefer. Pfähle wurden umgestzt, Rohre neu eingezogen, ein Kassenhaus wurde gebaut, Pissioar angelegt wo bis zum Neubau 2009 das Verkaufshäuschen stand. Jetzt war sie den Ausmaßen anderer Spielfelder angepasst.

1948 spielte der VFL Osnabrück bei uns auf dem Teekotten. Der VFL Osnabrück spielte zu der Zeit in der höchsten Spielklasse mit den Nationalspielern Vette, Gleixner, Irmen, Haferkamp und Flohto im Tor. Zu diesem Spiel kamen ca. 5.000 Zuschauer, Das ist bis heute noch die Bestmarke. Diese Marke wurde bis heute nicht mehr erreicht.

1949-50 wurde ein Aussteiger Bahnhof für Schlachtenbummler angelegt, die von auswärts kamen. Einmal kam ein Sonderzug mit ca. 1.000 Schlachtenbummlern von Borussia Rheine.

In den 70er Jahren wurden unsere Stadtväter aktiv, weil der Borussen Vorstand damals wie heute nicht schlief. Umkleide-Kabinen wurden aufgestellt. Es waren die Pavillions, die vor der Moorbrücke und vorm Bahnhof leer standen.

Im Jahre 1975 wurde schließlich ein weiterer Platz - der heutige Hauptplatz - eröffnet. Umzäunung, Werbetafeln und Stehtribünen wurden von den Borussen Mitgliedern mit Eigenleistung angebracht.

Dazu kamen Ende der 70er Jahre die Flutlichter auf dem heutigen alten Nebenplatz.

Im September 1992 übernahm der Vorsitzende Ludwig Wegmann im Namen des Vereins offiziell den "Hof Feld" von der Stadt Emsdetten. Das alte Backsteingebäude, an dem die Borussen fast zwei Jahre unter Eigenleistung gearbeitet hatten, präsentierte sich nun in völlig neuem Glanz. Vier schmucke Umkleidekabinen und Versammlungsräume, die das rege Vereinsleben unterstreichen sollen, waren entstanden. In kurzer Zeit entstand dort unser Vereinsheim Hof Feld mit 4 Umkleidekabinen.

Im Jahr 1997 nach dem Aufstieg in die Verbandsliga wurde der Wunsch nach einer überdachten Tribüne immer größer. Nicht zuletzt dank der Eigenleistungen (€ 24.000 von € 74.000) konnte dieser Wunsch endlich verwirklicht werden. 200 überdachte Sitz- und 400 überdachte Stehplätze stehen nun ab den Juli 1998, 27. Borussen Grillparty, zur Verfügung.  

Am 26. Juli 2003 wurde die Sportanlage "Teekotten" mit einem großen Fest in das "Walter-Steinkühler-Stadion" umbenannt. Namensgeber Walter Steinkühler wurde am 18. April 1932 in Emsdetten geboren, ist heute mit seinen Kindern Besitzer des größten Möbelhauses im Rheinlan. Doch die Verbundenheit zu seiner Heimatstadt riss nie ab. Als Sponsor und Förderer unseres Vereins hat er sich große Verdienste erworben.